On her majesty’s secret service

12 Nov

George Lazenby, 007

awesomatik auf Buchfühlung
On her Majesty’s Secret Service
– Ian Fleming

Ich wollte schon immer mal einen James Bond Roman lesen. Nach einiger Recherche ist die Wahl auf oben genanntes Abenteuer gefallen, das in vieler Hinsicht einen besonderen Platz in der Biographie Bonds einnimmt. Es ist der zweite Teil der sogenannten Blofeld-Trilogie (zwischen „Thunderball“ und „You only live twice“). Bond hat genug vom Agentendasein und möchte seinen Job an den Nagel hängen, da tauchen zeitgleich die Frau seines Lebens und sein Erzrivale Ernst Stavro Blofeld auf. Die wahre Liebe tritt auf den Plan und der ewige Junggeselle Bond vor den Altar. Das Außergewöhnliche setzt sich auch im Film fort. Hier wird Bond einmalig von George Lazenby gespielt, der trotz guter Leistung im Anschluss hauptsächlich durch seine Auftritte in den Emannuelle Filmen und als „Marlboro Man“ (Werbung) in Erinnerung bleibt.

Wie viele andere bin ich mit den James Bond Filmen aufgewachsen, hatte aber keine Ahnung was mich bei der literarischen Vorlage erwartet. Ich war positiv überrascht! Mit viel Stil und noch mehr Alkohol manövriert sich Bond durch den Roman (damals galt Alkohol noch als „sophisticated“). Wie im Film tauchen reichlich schöne Frauen auf, die Bond mit seinem charmanten patriarchal-chauvinistischen Macho-Stil für sich gewinnt. In solchen Szenen ist die Zeit in der das Buch geschrieben wurde (1963) besonders spürbar.
Im Gegensatz zu den Filmen geht es im Buch eher gemächlich zu. Bis Bond auf seinen Rivalen Blofeld stößt, ist das halbe Buch rum. Spannung – Fehlanzeige. Es wird viel geredet und noch mehr getrunken. Zwischendurch gibt es einige rasante action-sequenzen, hauptsächlich im Schnee, die einem die spektakulären Filmszenen wieder in Erinnerung rufen.

Im Geheimdienst ihrer Majestät

Fazit
Die gemütliche Erzählweise und das gewöhnungsbedürftige Englisch haben dazu geführt, dass ich relativ lange an diesem recht kurzem Roman gelesen habe (325 Seiten). Dennoch hat es sich gelohnt, schon allein um Film und Vorlage zu vergleichen. Einziger Wermutstropfen:  Quartiermeister Q glänzt in diesem Abenteuer leider durch Abwesenheit. Demzufolge benutzt James Bond unglaublicherweise kein einziges Gadget. Schade!

Was ich sonst noch so lese, erfahrt ihr hier.

Wertung 3/5

1. Geht gar nicht     2. Is OK     3. Gut    4. Richtig gut     5. awesomatik!

awesomatik Kuriosum
James Bond’s Zukunft auf der Leinwand galt nach der Milliardenpleite von MGM lange als ungewiss. Nun steht fest: Daniel Craig wird 50 Jahre nach Bonds Debüt in „James Bond jagt Dr. No“ zum 23. Mal im Jahr 2012 zurückkehren (hoffentlich stärker als im letzten Teil). Genug Zeit, um die 14 Original Romane zu lesen. Wem das noch nicht reicht, der kann mal schauen ob die Kinder- und Jugendbuchserie „Young Bond“ von Charlie Higson etwas taugt. The show must go on!


Auf der Suche nach dem Original Trailer zu „On her majesty’s secret service“, bin ich auf  folgenden zeitgemäßeren fan-made Trailer gestoßen.


On her majesty's secret service - Ian Fleming
Amazon Partnerlink
On Her Majesty’s Secret Service

Advertisements

Eine Antwort to “On her majesty’s secret service”

Trackbacks/Pingbacks

  1. awesomatik – Lieblingsbücher 2010 « - 15. Dezember 2010

    […] Jonathan Tropper (review auf goodreads.com) 12. The Last Kingdom – Bernard Cornwell 13. On her majesty’s secret service – Ian Fleming 14. The witches – Roald Dahl (review auf goodreads.com) 15. Die Vermessung der Welt – […]

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: