Das letzte Königreich

12 Dez

awesomatik auf Buchfühlung
The last Kingdom – Bernard Cornwell

„Das letzte Königreich“ ist der erste Teil von Cornwells „Saxon-Stories“  um den fiktiven Protagonisten Uthred von Bebbanburgh, der im 9 Jahrhundert an der Seite von Alfred dem Großen das Schicksal Englands mitbestimmen sollte. In jungen Jahren gerät er als Sohn eines Aldermans in die Hände der dänischen Invasoren und wächst fortan zwischen zwei Welten auf. Während der heidnische Krieger Rangar ihn aufzieht wie sein eigenen Sohn, versucht Alfred der Große ihn zu Gott zurückzuführen und für die Verteidigung des „letzten Königreiches“ Wessex zu gewinnen.

Bernard Cornwell scheint  unter Freunden des historischen Romans ungemein populär zu sein. Ich lese so gut wie nie Bücher  dieser  Gattung aber die überschäumend positiven Rezensionen haben mich dazu bewegt diesen Roman aus seiner langen Bibliographie auszuwählen, obwohl mich dieser Teil der Geschichte nicht übermäßig interessiert hat.

Fazit
Cornwell gelingt es eindrucksvoll den Zeitgeist dieser blutrünstigen Epoche zum Leben zu erwecken. Die  Geschichte von Uthred von Bebbanburg liest sich wie ein wahrgewordener Jungentraum. Ein Leben zwischen Vikingern und englischen Kriegern, umgeben von schönen Frauen; Feldzüge, Plünderungen, Burgbesetzungen, Opferfeste, Schwertkämpfe und jeder Menge Schlachten zu Land und zu Wasser. Auf unglaubliche Weise schafft es Uthred dabei stets zur Stelle zu sein, wenn es darum geht englische Geschichte zu schreiben. Und obwohl seine Zeitgenossen töten, plündern und vergewaltigen, hat Uhtred einen heldenhaften Sinn für Gerechtigkeit. Seine Geschichte ist quasi zu schön um wahr zu sein und liest sich eher wie ein Heldengesang als wie ein akkurates Zeugnis englischer Geschichte.

Dafür ist der Roman aufregend und abwechslungsreich obwohl nie wirklich Spannung aufkommt, da Cornwell bestimmte Handlungsstränge vorweg nimmt und auch die Gesundheit des Heldes nie ernsthaft in Gefahr zu sein scheint. Diese Geradlinigkeit und Vorhersehbarkeit der Erzählung und eine leichte Tendenz zur Wiederholung sind meine einzigen Kritikpunkte. Der Rest ist ein rundgeschriebener klassischer Abenteuerroman mit jeder Menge blutiger Wikinger Action („Shield Wall!“). Also was will man mehr?
Da ich mir ungefähr zusammenreimen kann wie die Geschichte von Uthred von Bebbanburg  und Alfred dem Großen weitergehen wird, werde ich die nächsten fünf Romane der „Saxon-Stories“ erstmal im virtuellen Bücherregal stehen lassen. Ich könnte mir aber gut vorstellen ein anderes Buch von Cornwell zu lesen, der mir ein sympathischer und uneitler Autor zu sein scheint.

Wertung 3/5

1. Geht gar nicht     2. Is OK     3. Gut    4. Richtig gut     5. awesomatik!

awesomatik Kuriosum
Als nächstes lese ich „Skippy dies“ von Paul Murray. Da der Roman so dick ist, dass ich ihn wahrscheinlich vor Silvester nicht mehr durchbekomme, poste ich schon bald meine Top Bücher Liste für 2010. Hier gibt’s die Liste für 2009.


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Eine Antwort to “Das letzte Königreich”

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  1. awesomatik – Lieblingsbücher 2010 « - 15. Dezember 2010

    […] 11. This is where I leave you – Jonathan Tropper (review auf goodreads.com) 12. The Last Kingdom – Bernard Cornwell 13. On her majesty’s secret service – Ian Fleming 14. The witches – Roald Dahl […]

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