Singularity – Unsterblichkeit und die Mensch-Maschine

24 Feb

2045: Das Jahr in dem der Mensch unsterblich wird

Da gehe ich ich zum Zahnarzt, um mir eine neue Füllung reinschrauben zu lassen und komme mit neuen Erkenntnissen wieder hinaus. Kommt mir gerade Recht.  Das bisschen Blog schreibt sich schließlich nicht von alleine (sagt mein Mann).
Warum also nicht aus dem Time magazine abschreiben, das ich im Wartezimmer gefunden habe (zu Guttenberg-Witz bitte hier einfügen).

Dort las ich einen hoch informativen Artikel (mit obiger Überschrift) über das Phänomen der technological singularity, das beschreibt, wie  sich unsere Informationstechnologie mit dem stetigen Fortschritt exponentiell weiterentwickelt  – also in kürzester Zeit immer größere Sprünge macht. Diese sogenannte Intelligenz-Explosion wird dazu führen, dass wir schon im Jahr 2030 Computer produzieren können, die die kombinierte Intelligenz der gesamten Menschheit in sich tragen.
Über diese Entwicklung herrscht in Wissenschaftlerkreisen weitestgehend konsens. Die Frage ist aber wie die Menschheit einerseits und die Computer anderseits mit dieser Situation umgehen werden.

Dazu gibt es verschiedene Szenarien. Eines davon sieht die Maschinen im Vorteil. Durch ihre höhere Intelligenz machen sie den Menschen obsolet. Ein optimistischeres Szenario sieht die Verschmelzung von Mensch und Maschine voraus.  Weil unser Gehirn alleine nicht in der Lage wäre, die neuen Intelligenzdimensionen zu verarbeiten, muss sich der Mensch die Technologie einverleiben. Nur so wird er mit der künstlichen Intelligenz mithalten können. Ein Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit.
Ab diesem Punkt scheint die Unsterblichkeit nicht mehr weit. So könnte man beispielsweise sein eigenes Gehirn auf eine externe Festplatte laden und diese in einen neuen Körper  pflanzen. Irgendwann behält man den eigenen biologischen Körper nur noch so lange, wie er einem gefällt und schaltet dann auf ein  besseres Modell um. Man benötigt demnach keinen Zaubertrank oder Vampirbiss mehr – die Technologie ebnet uns den Weg zum ewigen Leben. Faszinierend!

Eine nicht unumstrittene Figur aus der Singularity-Forschung ist der Millionär, Wissenschaftler, Erfinder, Autor und Futurist Ray Kurzweil.
Er kann das Thema fast noch besser erklären als ich. Nicht umsonst trägt er 19 Ehrendoktortitel. Ich empfehle euch dringend folgende weiterführende Links zu studieren, in denen er und andere Licht ins Dunkel unserer Zukunft bringen:

Der erwähnte aktuelle  Time Artikel 2045: The Year Man Becomes Immortal
Ein weiterer Artikel in der New York Times Merely Human? That’s So Yesterday

Trailer „The Singularity“ Doku

Es gibt noch eine andere Doku, die sich kritisch mit der Persona Kurzweil auseinandersetzt The transcendent man (aber auch jede Menge Clips von ihm und Konsorten auf youtube)
Zum Schluß noch ein weiterer awesomatik-Beitrag über die Zukunft unserer Zivilisation. Enjoy!
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4 Antworten to “Singularity – Unsterblichkeit und die Mensch-Maschine”

  1. Michael 28. Februar 2011 um 12:14 #

    Ohne jetzt ins Detail zu gehen, muss ich schon sagen, dass man die Techno-Religion der Transhumanisten auch wissenschaftlich durchaus skeptisch betrachten darf.
    Der Satz „Über diese Entwicklung herrscht in Wissenschaftlerkreisen weitestgehend konsens“ überrascht mich etwas. Das klingt mehr nach nerdiger Transhumanisten-Promo, als nach seriösem Journalismus. Und auch aus Sicht der Zukunftsforschung ist das blanker Unsinn, über das Jahr 2045 kann in keiner Hinsicht zu irgendeinem Thema konsens bestehen. Das ist einfach nicht seriös.

    Zur Zeit wissen wir nicht einmal, was ein Gedanke ist, aber die Techno-Euphoren ziehen schon mal in den Computer um. Das muss der gleiche Ort sein, an dem die versprochenen Jetpacks lagern. Und die Gentherapie. Und die Atom-Autos. Und die Orbitalkolonien.

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  2. Ken Takel 28. Februar 2011 um 17:17 #

    Howdie Michael,

    ich schätze das wurde jetzt etwas missverstanden. Konsens herrscht über die exponentielle Entwicklung von neuer Technologie. Das erleben wir ja jetzt schon jedes Jahr aufs Neue.
    Wo die Reise hingeht bleibt natürlich nach wie vor offen und wird heiß diskutiert (daher der Link zur Kurzweil-kritischen Doku). Eine etwas bodenständigere Analyse zum Status quo von A.I. gibt es übrigens gerade auf wired:
    http://www.wired.com/magazine/2010/12/ff_ai_essay_airevolution/

    Und im Allgemeinen würde ich meinen Artikel auch eher als „Zahnarzt-Besuch“ und weniger als „seriösen Journalismus“ kategorisieren. Eher ein Denkanstoß für Hobbyfuturisten.

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  3. Michael 28. Februar 2011 um 19:44 #

    Äh, das war ausdrücklich nicht als Kritik an dir gemeint. Ich dachte die Sache mit dem Konsenz wäre ein Zitat vom Zahnarzt gewesen. Blog-Essayistisch lasse ich mir solche Sprüche ja gefallen …
    Vielleicht habe ich deinen Beitrag auch etwas zu flott gelesen.

    (Da hol mich doch der Guttenberg!)

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  4. Ken Takel 28. Februar 2011 um 21:46 #

    Hello again. ach so. Naja, dann ist es ja umso besser. Konstruktive Kritik an meinem Blog-Gekritzel ist natürlich trotzdem immer willkommen!

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