Hexen im Sumpfland

3 Mai

awesomatik auf Buchfühlung
Speaks the nightbird – Robert McCammon

Carolina, 1699: Die Bürger von Fount Royal sind überzeugt, dass der Teufel sein Unwesen in ihrer Stadt treibt und verlangen, dass die schöne Witwe Rachel Horwarth als Hexe auf dem Scheiterhaufen verbrannt wird.
Den Prozess führen der Richter Isaac Woodward und sein junger Gehilfe Matthew Corbett. Von Rachels Unschuld überzeugt, kommt Matthew bald auf die Spur der wahren Übeltäter in Fount Royal.

Ich bin eigentlich kein großer Freund von historischen Romanen. Durch die akribische Rekonstruktion der historischen Hintergrundkulisse, tritt häufig die Sprache bzw. die schriftstellerische Leistung in den Hintergrund. Natürlich gibt es Ausnahmen. „Speaks the nightbird“ gehört definitiv dazu. McCammon’s Roman hat alles, was ein gutes Buch braucht! Eine tolle Geschichte, eine charismatische Hauptfigur, vielschichtige Charaktere, einen meisterhaften Erzählstil, Wortwitz und gutes Timing. Man könnte meinen, dass die 790 Seiten ein langes Lesevergnügen gewährleisten würden, doch McCammon dreht die Spannungschrauben derart an, dass man diesen Roman in kürzester Zeit verschlungen hat.

Aber kein Grund zur Sorge, „Speaks the nightbird“ gibt nur den Startschuss für die „Matthew Corbett“ Serie ab, die mit „Queen of Bedlam“, „Mister Slaughter“ und „The Providence Rider“ rasant fortgeführt wird.


Fazit
Ich kann gar nicht glauben, dass ich vorher noch nie etwas von Robert McCammon gehört hatte. Laut Wikipedia hat er vor allem in den achtzigern und neunzigern zahlreiche Horrorromane verfasst, bevor er nach dem Einbruch des Horrorbooms eine zehnjährige Schreibpause eingelegt hat. Mit „Speaks the nightbird“ meldet er sich fulminant auf dem Büchermarkt zurück. Da ihm zufolge seine alten Romane nicht dem Qualitätsstandard der neuen Werke standhalten können, werden sie nicht mehr neuverlegt. Schade, denn Titel wie „Wolf’s hour“ über einen Werwolfspion in der Nazizeit klingen sehr vielversprechend.
Der langen Rede kurzer Sinn: Robert McCammon ist wieder da! Und das besser, leidenschaftlicher und schreibwütiger als je zuvor. Bücher wie „Speaks the nightbird“ haben mich zu dem Booknerd gemacht, der ich heute bin. Matthew Corbett ist der Sherlock Holmes der amerikanischen Kolonialzeit und verdient es von jedermann/frau gelesen zu werden!

Wertung 5/5

1. Geht gar nicht     2. Is OK     3. Gut    4. Richtig gut     5. awesomatik!

awesomatik Kuriosum
In „Queen of Bedlam“ kehrt Matthew Corbett auf den Spuren eines Serienmörders aus den sumpfigen Südstaaten zurück ins New York des 18. Jahrhundert.


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Speaks the Nightbird

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2 Antworten to “Hexen im Sumpfland”

Trackbacks/Pingbacks

  1. Urlaubslektüre « - 2. September 2011

    […] life – Robert McCammon Nach begeisterter Lektüre von „Speaks the nightbbird, wollte ich unbedingt mehr von Robert McCammon lesen. Meine Wahl fiel auf eines seiner älteren und […]

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  2. Lieblingsbücher 2011 « awesomatik - 28. Dezember 2011

    […] Speaks the nightbird – Robert R. […]

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