Sharp teeth – Toby Barlow

14 Okt

awesomatik auf Buchfühlung
Sharp teeth  – Toby Barlow

Ich bin ein großer Werwolf-Fan auch wenn das Genre leider seit der Twilight-Saga erheblich gelitten hat. Mittlerweile müssen die armen Wolfsmenschen ihr Unwesen in dem unsäglich populären „paranormal Romance“ Genre treiben.

Glücklicherweise gibt noch Autoren wie Toby Barlow, die sich vorgenommen haben Bücher mit mehr Anspruch und vor allem mehr Biss zu schreiben. Obwohl auch hier die Romantik nicht zu kurz kommt.

Kurz zusammengefasst geht es in „Sharp Teeth“ um Werwolf-Gangs, die sich in Los Angeles bekriegen. Als Menschen aber auch als Wölfe, leben sie im Rudel mit einem Alphatier und einem Weibchen. Wenn sie nicht gerade surfen oder ihren Jobs nachgehen, rennen sie als Vierbeiner durch die Wüste von Nevada oder verteidigen ihr Revier.


Das Erste, was einem auffällt, wenn man das Buch aufschlägt, ist die Textanordnung. Der ganze Roman ist ähnlich wie das Nibelungenlied in Strophen geschrieben! Da es sich nicht reimt, würde ich es als freie Verse bezeichnen. Das sieht einerseits cool aus und gibt dem Buch das gewisse etwas, anderseits fande ich es für die Lektüre sehr gewöhnungsbedürftig. Aus meiner Laienperspektive war es ganz normale Prosa, die nur optisch anders angerordnet war. Wäre es ein normaler Fließtext gewesen, hätte man sprachlich keinen Unterschied gemerkt außer vielleicht, dass Barlow ein Faible für kurze Sätze hat.

Soviel zur Optik. Inhaltlich geht es schleppend los. Diverse Hundefänger verschwinden in L.A., ein Polizist nimmt die Ermittlungen auf und kommt auf die Spuren der rivalisierenden Werwolf-Rudel. Viele Charaktere und häufige Szenenwechsel verhindern dabei ein echtes eintauchen in die Geschichte. Als die Sache schließlich an Fahrt aufnimmt und sich einige Handlungsstränge zusammenfügen, steht der Showdown schon vor der Tür.

Zu Barlows Verteidigung muss man anerkennen, dass er das Genre durch ein paar tolle Ideen bereichert. Seine Werwölfe sind hundeähnlich und tauchen auch schon mal bei Single-Frauen unter um sich füttern und kraulen zu lassen. Der rohe, Tarantino-esque Schreibstil passt zur Wildheit der lycanthropen Protagonisten.

Fazit
Trotz Abzügen in Timing und Rhythmus kann man Toby Barlow zu dem Experiment gratulieren eine wilde urbane Werwolf-Odyssee abseits vom Mainstream kreiert zu haben. Auch wenn das Konzept für mich leider nur teilweise aufgeht.

Wertung   2,5/5

1. Geht gar nicht     2. Is OK     3. Gut    4. Richtig gut     5. awesomatik!

awesomatik Kuriosum
Passend zum Thema hier der Trailer zur aktuellen Teenwolf Serie. Ist unterhaltsamer als es aussieht. Die erste Staffel hat mir ausreichend gut gefallen. Hab die Serie dann aber nicht weiter verfolgt.

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3 Antworten to “Sharp teeth – Toby Barlow”

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  1. Lieblingsbücher 2011 « awesomatik - 28. Dezember 2011

    […] Sharp Teeth – Toby […]

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  2. Inglorious Werwolf « awesomatik - 3. April 2012

    […] hat ein Herz für Trash. Und Werwolf-Content hatte ich hier auch lange nicht mehr. Grund genug mir eine vergilbte Originalausgabe von The Wolf’s hour (Jahrgang 1989) zu […]

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  3. The Wolfman – Nicholas Pekearo | awesomatik - 4. Juni 2014

    […] in London/Paris, Twilight, Romasanta usw. über Romane wie The wolfen, The wolf’s hour oder Sharp teeth habe ich einiges aus dem Genre gesehen und […]

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