Ein Spitzbuben Traum

21 Dez


awesomatik auf Buchfühlung

The adventures of Tom Sawyer – Mark Twain

In dem fiktiven Ort St. Petersburg am Ufer des Mississipi erlebt Tom Sawyer mit seinen Freunden zahlreiche Abenteuer, die seiner armen Tante Polly einigen Kummer bereiten.

Der Kinderbuchklassiker ist mir diesen Sommer auf meinem Roadtrip durch den wilden Westen in die Finger gekommen. Genauer genommen in Monterey, Kalifornien. Dort befindet sich nebenbei bemerkt die bekannte „Straße der Ölsardinen“ (Cannery row), die John Steinbeck als Vorlage für sein gleichnamiges Buch diente.
Auf einem Biomarkt hat ein älterer Herr Bücher verschenkt und so bin ich zu diesem kleinen Schatz gekommen. Neben seinem Stand, war folgendes sympathische Gefährt geparkt:

Aber zurück zum Buch. Tom Sawyer ist ein erlebnisorientierter Junge, der mit Schule und Kirche nicht viel anfangen kann. Viel lieber streunt er Nachts in der Landschaft herum, heckt Streiche aus oder spielt mit seinen Freunden Joe und Huckleberry Finn. Während der Roman zu Beginn noch aus einer losen Ansammlung von Streichen besteht, entwickelt es sich nach und nach zu einer zusammenhängenden Geschichte.
Dabei setzt Tom Sawyer viele Abenteuer um, die man sich als Kind oft ausgemalt und schlussendlich aus Angst nicht umgesetzt hat. Oder weil die nötige Infrastruktur gefehlt hat (Stichwort „Mississippi“). Mark Twain ist dann so nett, die Umstände so zu stricken, dass Tom stets aus allen Gefahren und Ärgernissen  bewundert und verehrt hervorgehen kann.

Fazit
Eine nette Lektüre für zwischendurch und ein schönes Vorbild für freche Jungs (wenn die heutzutage nicht lieber PSP o.ä. spielen). Ich hätte mir gewünscht, dass die Geschichte von Anfang an etwas zusammenhängender erzählt worden wäre. Dagegen fand ich die anarchische Haltung der Protagonisten (und des Autors) gegenüber Kirche und autoritärer Erziehung sehr erfrischend und sympathisch (vor allem im Hinblick auf die damalige Zeit).
Ich musste beim Lesen öfters an „Michel aus Lönneberga“ denken. Sicherlich war Astrid Lindgren nicht die einzige Autorin, die sich von diesem Kinderhelden hat inspirieren lassen. Eine runde Sache also, wobei ich gehört habe dass „Die Abenteuer von Huckleberry Finn“ das bessere Buch sein soll.

Wertung 3/5

1. Geht gar nicht    2. OK   3. Gut   4. Richtig gut   5. awesomatik!

awesomatik Kuriosum
Aktuell gibt es eine Kontroverse Diskussion um „Die Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn“ da in dem Roman sehr häufig die Wörter „Nigger“ und „injun“ fallen, was dazu geführt hat, dass der Verlag NewSouth eine politisch korrekte Version des Kinderbuch Klassikers herausbringen möchte. Ob diese Art der Zensur der richtige Ansatz ist, um den Roman wieder vermehrt in die Schule zu bringen, darf bezweifelt werden. Mehr Infos dazu gibt es  z.b. auf  BBC News oder in der Berliner Zeitung.

Wie dieses Problem in der aktuellen deutschen Neuverfilmung gelöst wurde, weiß ich nicht. Hier ist jedenfalls der Trailer:

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The Adventures of Tom Sawyer (Penguin Classics)

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Eine Antwort to “Ein Spitzbuben Traum”

Trackbacks/Pingbacks

  1. Lieblingsbücher 2011 « awesomatik - 28. Dezember 2011

    […] The aventures of Tom Sawyer  – Mark […]

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