Heaven is just another Bali?

10 Aug

awesomatik Travel
Bali – Indonesien

Nach meinem Beitrag zu Singapur (<- check it out, y’all!), geht es jetzt mit Bali weiter.
Das hatte ich mir definitiv anders vorgestellt. Mit der Ausnahme einer Person, die mit Denguefieber zurückgekommen ist, hatte ich nur Positives von diesem vulkanischen Eiland gehört. Das Paradies auf Erden, die Insel der Selbstfindung, Heaven is just another Bali usw.

Naja. Nach unserer wackeligen Landung im Paradies haben uns erstmal vier balinesische Zollbeamte in eine Ecke des Flughafens gedrängt und uns unser Geld abgeknöpft. Glücklicherweise hatten wir gerade nicht so viel bei uns aber ein schöner Start geht anders.
Davon mal abgesehen, waren alle „zivilen“ Balinesen unglaublich nett, hilfsbereit, gastfreundlich und fröhlich. Diese Lebensfreude trägt mit Sicherheit zum großen touristischen Erfolg bei.
Leider waren viele andere Dinge nicht wie erwartet. Vor allem gestört hat mich die überall sichtbare Umweltverschmutzung, die natürlich auch durch Tourismus und  den westlichen Lebensstil verschlimmert wird. So liegt oft Plastikmüll in der Natur und am Strand rum.
Weil es  kein vernünftiges Müllentsorgungssystem gibt, wird der Dreck einfach in die Landschaft geworfen oder auf der Straße verbrannt. Ein anderer Punkt ist der rege Verkehr, auf der gesamten Insel, der laut, chaotisch und dreckig ist. Nach Selbstfindung ist einem jedenfalls selten zumute.
Bali scheint somit auf dem besten Wege der Selbstzerstörung zu sein. Schlechtes Bau- und Verkehrsmanagement, Kriminalität, Drogenhandel, Umweltverschmutzung, Korruption und Überbevölkerung. 

Davor kann man natürlich in einem der wunderschönen Resorts gut die Augen verschließen. Während diese mit allen Annehmlichkeiten wie Strom, Wasser und Sauberkeit punkten, leben die Einheimischen nebenan in einfachsten Verhältnissen. So möchte man sich dann auch nicht wohlfühlen.

Natürlich gibt es auch die andere Seite. Wir haben wunderschöne Reisfelder, Vulkane und Tempel (ohne Ende) gesehen, haben eine Fahrradtour durch diverse Dörfer gemacht, waren im Affenwald, surfen, bei einem Kecak Feuertanz und auf einer gigantischen Verbrennungszeremonie (Wo Tote, Opfergaben und sogar lebende Hühner verbrannt wurden), die nur einmal alle fünf Jahre stattfindet!
Die Menschen waren sehr freundlich und man fühlt sich eigentlich immer sicher (außer bei der Polizei).

Die meisten Balinesen sind Anhänger der Hindhu-Dharma Religion und stets darauf erpicht gutes Karma zu sammeln. Somit herrscht allenthalben eine sehr positive und harmonische Stimmung.

Gemischte Gefühle also. Fest steht: eine Trauminsel sieht anders aus. 

Von dort ging es dann weiter zur Nachbarinsel Lombok und auf die Gilli Islands

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4 Antworten to “Heaven is just another Bali?”

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    […] zu Hause nie wieder angezogen? Einen Sarong. Ein indonesisches Wickeltuch, dass man benötigt, um an religiösen Zeremonien teilzunehmen und Tempel zu betreten. Bisher habe ich in Berlin noch nicht die richtige Verwendung […]

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