Richtig fischen mit den Dogon

25 Feb

Antogo RitualDas Antogo Ritual in Mali
In Nordmali kommen die Dogon einmal im Jahr zu einem unglaublichen Fischfang-Ritual zusammen.

Im sechsten Monat der Trockensaison (meistens im Mai) treffen sich die Männer am heiligen See Antogo, nördlich des Dorfes Bamba. Das genaue Datum wird zuvor von einem Ältestenrat festgelegt. 
Frauen dürfen nicht teilnehmen, da sie aufgrund ihrer Menstruation als unrein gelten. Nachdem sich die am meisten respektierten Familien um den See versammelt haben, wird der Startschuss gegeben und das wilde Treiben beginnt. 
Nur 15 Minuten später ist alles vorüber und der Fang wird dem Ältesten Bewohner Bambas überreicht.  Er wird dafür sorgen, dass der Fisch im Anschluss gerecht unter den Dörfern aufgeteilt wird.

Interessanter Weise steht das Ritual in krassem Kontrast zu anderen Aspekten der Dogo-Kultur. Deren Anhänger haben eigentlich eine Abneigung gegen Wasser und vermeiden den Kontakt so gut es geht. Deshalb wohnen sie auch weitab vom gefürchteten Niger Fluss. 

Mehr Bilder und Informationen auf odditycentral. Ich mag zwar Wasser, habe aber eine Abneigung gegen Massenevents (wie Fanmeilen, Loveparade o.ä.). Also für mich wohl eher nichts. 

(via Joe.ie)

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5 Antworten to “Richtig fischen mit den Dogon”

  1. Admin 25. Februar 2013 um 19:25 #

    Solche Massen sind mir och nüscht…muuuuaaaah. Die Fangmethode scheint aber erfolgversprechend. Für solche Aktionen braucht man hier aber einen Facebook-Account, um solche Mengen in Bewegung zu setzten. :-)

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  2. Corinna 27. Februar 2013 um 10:07 #

    Und wir setzen uns mit einer Angel an den See und warten . . .

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  3. rollinger 31. Oktober 2014 um 11:39 #

    Hier im Rheingraben spricht man von „Fische stortze“ . Man wartete nahc dem Hochwasser, bis das Wasser wieder abläuft. In den Altrheinarmen bilden sich Pfützen wo viele Fische nicht mehr herauskommen und sowieso sterben würden. Da geht/ging man dann in kleinen Gruppen los mit einer Art zweizinkiger Gabel hält den Fisch fest und „zack“.

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    • Ken Takel 31. Oktober 2014 um 11:41 #

      Ah, interessant! Ich lese auch gerade ein Buch von einem Safari-Guide in Botswana. Da machen es die Tiere nach dem Hochwasser im Okavongo Delta genauso. All you can eat :-)

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