Miracle in the Andes

26 Apr

72 Tage in der Hölle
awesomatik auf Buchfühlung

72 Tage in der Hölle – Wie ich den Absturz in den Anden überlebte – Nando Parrado

Es gibt viele unschöne Arten zu sterben. Mit dem Flugzeug abstürzen, erfrieren, verhungern, einen Hang hinunter stürzen, seinen Verletzungen erliegen.
In der größten Überlebensgeschichte unserer Zeit, sah sich Nando Parrado mit all diesen Todesursachen konfrontiert und schaffte es immer wieder dem Tod um Haaresbreite zu entkommen. In Miracles in the Andes bringt er 30 Jahre nach dem Absturz, die unglaubliche Geschichte seines Überlebenskampfes zu Papier.

Für weltweiten Wirbel in der Sensationspresse sorgte die Tatsache, dass die Überlebenden des Absturzes ihre toten Kameraden gegessen haben, um nicht zu verhungern.

„My gaze fell on the slowly healing leg wound of a boy lying near me. I could not stop looking at that crust and as I smelled the faint blood scent, I felt my appetite rising…“ 

Im Oktober 1972 fliegt Nando Parrado mit seiner Rugby Mannschaft von Uruguay nach Chile als das Flugzeug aufgrund schlechter Wetter Bedingungen in den Bergen abstürzt.
Ein Teil der Passagiere stirbt. Darunter auch Nandos Mutter. Er selbst liegt drei Tage bewusstlos in der Kälte. Als er aufwacht, wird ihm die ganze Dramatik seiner Situation bewusst. Er und die anderen Überlebenden sind in eisiger Höhe gestrandet, umgeben von toten Mannschaftskameraden, ohne adequate Kleidung, ohne Essen und ohne medizinische Versorgung. Sie klammern sich an ihren Glauben und die Hoffnung bald gerettet zu werden, doch nach 14 Tagen hören sie im Radio, dass die Suche nach Ihnen eingestellt wurde.

Nando Parrado erzählt zunächst von seiner wohlbehüteten Kindheit, von seiner Familie und seiner Rugby-Karriere mit der Mannschaft „Old Christians“.
Der Absturz reißt seine bis dato entspannte Existenz aus den Fugen. 

Die Extremsituation fördert bei jedem Überlebenden unterschiedliche Eigenschaften zu Tage. Während einige schnell Verantwortung übernehmen und Aufgaben verteilen, verfallen andere in Apathie. Doch Dank jahrelanger Freundschaft und gemeinsamer Erfahrungen im Mannschaftssport, halten die Überlebenden zusammen und helfen sich gegenseitig.

Doch der Berg ist unerbittlich und fordert seinen Tribut. Eisige Kälte, Unwetter und Lawinen bringen die Überlebenden zur Verzweifelung.
Nach zwei grausamen Monaten und weiteren Todesfällen, kann Parrado seine Kameraden endlich davon überzeugen, dass die einzige Hoffnung auf Rettung ein Fußmarsch Richtung Westen ist. Und so bricht er mit seinem Freund Roberto zu einer unglaublichen Odyssee in Richtung Chile auf.

Nach der Rettung beschreibt Nando Parrado, die Karriere seines „zweiten“ Lebens und teilt mit dem Leser die Lektionen die er aus der Katastrophe gelernt hat.

Sein gesamter Bericht ist mit viel Empathie für seine Leidensgenossen geschrieben. Immer wieder geht er auf die verschiedenen Eigenschaften seiner Kameraden ein, was zuweilen etwas redundant wirkt. Aber genau diese besondere Beziehung hat die Grundlage für das Überleben geschaffen. Die Männer sind gemeinsam aufgewachsen und mit der Mannschaft durch dick und dünn gegangen. Die Anden waren ihr bisher größter Gegner, den sie nur durch engen Zusammenhalt bezwingen konnten.  

Fazit – 
Miracle in the Andes ist nicht nur ein außergewöhnliches Zeugnis der Überlebensfähigkeit des Menschen sondern auch eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Glaube, Freundschaft, Familie und Liebe.
Eine fulminante Aufforderung das Leben und seine Nächsten zu lieben und jeden Atemzug zu genießen, komme was wolle.  Beeindruckend!

Wertung 3,5/5

1. Geht gar nicht     2. Is OK     3. Gut    4. Richtig gut     5. awesomatik!

awesomatik Kuriosum
Das Drama in den Anden wurde schon einmal in dem 1974 erschienenen Buch Alive von Piers Paul Read festgehalten, das 1993 mit Ethan Hawke verfilmt wurde.

Erst kürzlich habe ich hier In the heart of the sea vorgestellt, wo Schiffbrüchige sich gegenseitig aufessen. Im Gegensatz zu dem Drama in den Anden, waren die Schiffskameraden aber noch nicht tot, bevor sie auf die Speisekarte kamen.

Mehr abenteuerlichen Lesestoff gibt’s hier: awesomatik adventure books

72 Tage in der Hölle
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Miracle In The Andes (englisch)

72 Tage in der Hölle: Wie ich den Absturz in den Anden überlebte (deutsch)

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2 Antworten to “Miracle in the Andes”

Trackbacks/Pingbacks

  1. awesomatik adventure books | awesomatik - 26. April 2013

    […] 72 Tage in der Hölle: Wie ich den Absturz in den Anden überlebte von Nando Parrado. Meine review dazu gibt’s hier. […]

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  2. awesomatik Books 2013 | awesomatik - 31. Dezember 2013

    […] 72 Tage in der Hölle – Nando Parrado Beeindruckende Überlebensgeschichte. […]

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