Mein fast perfektes Leben

1 Aug

{39016117-63DC-4CC9-9DEC-B4A877D7D5C7}Img100awesomatik auf Buchfühlung
How to talk to a widower (Mein fast perfektes Leben) – Jonathan Tropper

Klappentext: Doug Parkers Leben könnte perfekt sein, doch dann stirbt seine Frau Hailey bei einem Unfall. Ein Jahr später klammert sich Doug immer noch an seine Trauer und den Schmerz – an alles, was ihm von der großen Liebe geblieben ist. Als wäre das nicht schlimm genug, entwickelt Haileys pubertierender Sohn aus erster Ehe eine Vorliebe für illegale Rauschmittel, während Dougs Vater langsam den Verstand verliert, seine scharfzüngige Schwester bei ihm einzieht und die Hausfrauen der Nachbarschaft beginnen, den attraktiven Witwer zu umschwärmen wie hungrige Haie.

Nachdem ich im letzten Jahr unfreiwillig viel Schrott gelesen habe, war mein Vorsatz für 2013, vorsichtiger bei der Auswahl meines Lesestoffes zu sein. Meine Urlaubslektüre setzte sich deshalb aus einem Mix altbekannter Autoren zusammen: Franzen, Conan-Doyle und eben Tropper (Für mehr war in meinem Rucksack leider kein Platz #E-reader-Verweigerer).

Die richtige Entscheidung?

Von Tropper hatte ich bisher nur „This is where I leave you“ (Sieben verdammt lange Tage) gelesen und für gut befunden. Keine Sensation aber unterhaltsames Büchlein mit Herz.
Genau das richtige Genre für ein paar sonnige Urlaubstage.

Und mein Vertrauen in den Autor hat sich ausgezahlt. Thematisch gibt es zwischen beiden Büchern zwar einige Überschneidungen: die dysfunktionale wohlhabende Familie, der gescheiterte Erzähler, die explosiven Enthüllungsmomente bei Tisch. Doch „How to talk to a widower“ ist einen Tick ausgefeilter, origineller und runder erzählt als das später erschienene „This is where I leave you“.

Jonathan Tropper lehrt am Manhattan-Ville College Schreiben und das zu Recht. Seine Dialoge sind schärfer als Habaneros und perfekt getaktet wie eine chinesische Zirkusnummer.

Seine Waffen sind Humor und Übertreibung. Ein Beispiel gefällig?

„It’s one of those militantly perfect spring days […] that implies that staying at home is a crime against humanity.“ 

So ließt sich der Roman weg wie eine Lieblingssitcom. Zuverlässig folgt Tropper der klassischen romantic-Comedy Formel. Manche würden sogar sagen zu zuverlässig.
Die gute Unterhaltung lässt einen aber gnädig über die ein oder anderen inhaltlichen Mängel hinwegsehen.

Fazit – Urlaubsliteraturnobelpreis
Man muss sich das Leben nicht komplizierter machen als es ist: ein kühler Smoothie, eine Hängematte und ein Buch von Tropper. So einfach sieht ein perfekter Sommertag aus.
Humor, Gefühl, Drama. Gut geschrieben, schnell gelesen. Mein fast perfektes Leben – Ein fast perfektes Buch!

Wertung 3,5/5

1. Geht gar nicht     2. Is OK     3. Gut    4. Richtig gut     5. awesomatik!

awesomatik Kuriosum
Troppers Romane lesen sich wie Drehbücher und so wird es niemanden wundern, das sich gerade diverse Filmadapationen seiner Bücher im Entwicklungsstadium befinden und das Tropper selbst als Autor und Producer für die Cinemax-Serie Banshee arbeitet. 

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Mein fast perfektes Leben

How to Talk to a Widower

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Eine Antwort to “Mein fast perfektes Leben”

Trackbacks/Pingbacks

  1. awesomatik Books 2013 | awesomatik - 31. Dezember 2013

    […] How to talk to a widower – Jonathan Tropper Popliteratur vom Feinsten. Gut geschrieben, schnell gelesen. […]

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