Maneater – Jack Warner

2 Mai

maneaterawesomatik auf Buchfühlung 
Maneater – Jack Warner

So. Ich habe im Urlaub mal wieder ein dickes Buch gelesen. Diesmal über ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt, nämlich menschenfressende Tiger!

Vor gar nicht langer Zeit waren Killerraubtiere noch eine größere Gefahr für uns Zweibeiner.
Legendäre Bestien wie der Leopard von Rudraprayagdie Tigerin von Champawat, die Löwen von Njombo oder das Nilkrokodil Gustave entwickelten einen gefährlichen Appetit und verspeisten jeweils zwischen 100 und 1500 Menschen.

Doch das gefährlichste Raubtier ist (und bleibt?) der Mensch. Sein Vormarsch zerstört Lebensraum und Leben dieser majestätischen Ungetüme und mit Ihnen auch die schaurigen Lagerfeuergeschichten. 

Gut, dass es noch Romane wie Maneater gibt, die weiterhin den Urkonflikt unserer Spezies, den Kampf zwischen Mensch und Biest, aufleben lassen.

Denn wie heißt es so schön im Buch: Man needs something to fear besides himself!

Und darum geht’s: In den dunklen Wälder der Appalachian Mountains bricht ein menschenfressender Tiger aus der Gefangenschaft einer Schaustellergruppe aus und terrorisiert die Nachbarschaft.
Als die Behörden keine adäquate Antwort auf die Gefahr finden, bietet die britische Regierung an, ihren erfahrensten Raubtierjäger aus dem Ruhestand zu holen und auf die Bestie anzusetzen.
Doch das Tier ist eine mysteriöse Verbindung mit einem halbwilden Jungen aus den Bergen eingegangen. 

Mehr kann sich doch wirklich nicht wünschen!

Und es fängt auch vielversprechend an. Nach einer kurzen Vorgeschichte im indischen Himalaya-Gebiet, beginnt der titelgebende Tiger schon bald seine Schreckensherrschaft in den USA.

Mit gutem Tempo schreitet die Geschichte voran. Der Tiger jagt die Menschen, die Behörden jagen den Tiger und die Presse jagt die Behörden.

Dazu gibt’s eine Handvoll sympathischer Charaktere wie den Sheriff  und die tierliebende Jägerlegende Jim Graham.
Der Handlungsstrang um den an Mogli erinnernden Natur-Jungen Roy (bestimmt nach Siegfried und Roy benannt!) war zwar nicht uninteressant, hat aber die Geschichte etwas durcheinander gebracht.

So verliert Warner im letzten Drittel leider den Fokus und schließt seinen Wälzer mit einem leicht unstimmigen Showdown ab.

Fazit – Hello maneating Kitty!
Einerseits fehlt der Geschichte streckenweise der rote Faden, anderseits ist eine der zentralen Figuren ein menschenfressenden Tiger! Somit ist für reichlich Abenteuer  und Nervenkitzel gesorgt.

Glücklicherweise verzichtet Warner auf Schwarz-Weiß-Malerei. Hier geht es nicht um machomäßige Großwildjagd oder einen Rachefeldzug gegen eine seelenlose Bestie.
Jack Warner bezeichnet seinen haarigen Protagonisten vielmehr als Nature’s noblest creation und setzt dem  bengalischen Tiger mit Maneater ein seitenstarkes Denkmal. Beeindruckende Tiere, gutes Genrebuch. Für Tigerfans. Roaaar!

Wertung 2,8/5

1. Geht gar nicht     2. Is OK     3. Gut    4. Richtig gut     5. awesomatik!

Alle awesomatik Rezensionen auf einen Blick

awesomatik Kuriosum
Der legendäre britische Jäger, Naturschützer und Autor Jim Corbett lieferte die Inspiration für den im Roman jagenden James Graham. 

Und hier noch ein Abenteuerfilm-Tipp zum Thema: Der Geist und die Dunkelheit von Stephen Hopkins. Eine Hollywood Adaptation über die wahre Geschichte um die Maneater von Tsavo.

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2 Antworten to “Maneater – Jack Warner”

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