Tag Archives: Werner Herzog

Abenteuer Berlinale

4 Feb

nobody-wants-the-night-stillOutdoor auf der Leinwand
Heute startet hier die Berlinale und im Wettbewerb laufen gleich zwei Abenteuerfilme. 

Direkt los geht’s mit dem Eröffnungsfilm „Nobody wants the night“ der Berlinale-Veteranin Isabel Coixet

Nobody wants the night
Grönland 1908. Josephine, die selbstbewusste, wagemutige Frau des berühmten Arktis-Forschers Robert Peary, bricht zu einer gefährlichen Reise auf. Sie will ihren Mann treffen, der eine Route zum Nordpol sucht.Der Trailer sieht gar nicht mal so gut aus. Mal sehen. Zum Thema Polarforschung kann ich derweil diesen Roman wärmstens empfehlen. 

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Queen of the desert
Aus dem Polarkreis geht es mit Nicole Kidman weiter in die Wüste. 

Das Biopic „Queen of the desert“ von Werner Herzog erzählt die Geschichte der 1868 geborenen Gertrude Bell, die als Historikerin, Schriftstellerin und Angehörige des britischen Geheimdienstes entscheidend an der Weichenstellung für die politische Neuordnung des Nahen Ostens um 1920 beteiligt war. Sie ging als „weiblicher Lawrence von Arabien“ in die Geschichte ein. 

Ich bin ein großer Herzog Fan und die Biographie von Gertrude Bell steht schon lange auf meiner To-Read Liste also hoffentlich taugt der was!

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Königin der Wüste
Desert Queen: The Extraordinary Life of Gertrude Bell
 Gertrude Bell: Queen of the Desert, Shaper of Nations (weiteres Buch zum Thema nur in Englisch erhältlich)

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Antarctica – a year on ice

2 Dez

Antarctica - Screencap

Wo ich gerade so schön friere:
Hier der Trailer zum preisgekrönten Dokumentarfilm Antarctica – a year on ice von Anthony Powell, der kürzlich in Nordamerika Premiere feierte.
Zehn Jahre drehte der Regisseur am Ende der Welt, um den Zuschauern nahe zu bringen, was ein Leben am Südpol wirklich bedeutet.

Extreme Wetterbedingungen, monatelange Dunkelheit und das märchenhafte Südlicht der Aurora Australis. 

Erinnert mich ein wenig an den großartigen Film Encounters at the end of the world von Werner Herzog. 

Mehr Infos auf der offiziellen Webseite

Dreht die Heizung auf und schaut euch das an! 

Ich bin selbst bei Schnee und Minustemperaturen im tiefsten Winter geboren. Nichtsdestotrotz bin ich nie wirklich mit Kälte warm geworden. Ich bin eher so der mediterrane Typ. Aber am Südpol würde schon gerne mal vorbeischauen. 

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Welcome to the jungle

3 Jul

Werner Herzog on Nature Screencap

Der Regisseur und Autor Werner Herzog ist einer meiner Lieblingsverrückten. Zu meinen Lieblingsfilmen von ihm zählen Grizzly Man, Encounters on the edge of the worldMein liebster Feind und die Serie On Death Row

Bekannt geworden ist er vor allem durch seine Mammutproduktion Fitzcarraldo, die hauptsächlich im peruanischen Dschungel gedreht wurde. Während der Dreharbeiten kam es zu schweren Unfällen. Unter anderem musste sich ein Arbeiter mit der Motorsäge den Fuß absägen, weil er von einer Giftschlange gebissen wurde. 

Kein Wunder also, dass Herzog ein ambivalentes Verhältnis zum Regenwald hat. Und das bringt er im folgenden Video sehr schön zum Ausdruck. 

Wie immer bierernst vorgetragen mit seiner charakteristischen Hypnotiseuren-Stimme. Einfach nur großartig. 

The birds don’t sing, they just screech in pain. […] The harmony of collective murder„.

(via adventurejournal)

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Willy’s Revenge

12 Jun

tumblr_lpld8rRfa51qma5d3o1_500Blackfish Trailer
Im Dokumentarfilm Blackfish untersucht Regisseurin Gabriela Cowperthwaite den Tod einer SeaWorld Trainerin durch einen Orkawal namens Tilikum. 

Ausgehend von der Frage: Wieso tötet ein hoch intelligentes Tier seinen Ernährer? spinnt sie einen psychologischen Thriller um den Unfall aus dem Jahr 2010.

Tilikum ist der größte in Gefangenschaft lebende Orka-Wal. Er ist bisher verantwortlich für den Tod von drei Menschen und hat 13 Nachkommen gezeugt. Er wird nach wie vor bei Shows eingesetzt, wenn auch unter neuen gerichtlichen Auflagen.

Ähnlich wie der großartige Grizzly man (<-komplett auf youtube!) von Werner Herzog  zeigt der Film, wie sich die Natur am Menschen rächen kann, wenn sie an ihre Grenzen getrieben wird. 

Ich habe mal als Kind den Film Orka – der Killerwal gesehen und hatte danach schlaflose Nächte. Und das war pure Fiktion. 

Das hier sieht schon ziemlich heftig aus. Blackfish ist übrigens ein alter Indianerbegriff für Orkas. 

Blackfish Screenshot1(via grindtv)

Skaten mit Klaus Kinski

22 Mai

Dieses wunderschöne Skateboard ziert meine Zimmerwand. Es wäre doch viel zu Schade, darauf zu skaten. In klein steht übrigens ein Zitat von Kinski auf dem Anzug: „Schlechtes Benehmen halten die Leute doch nur deswegen für eine Art Vorrecht, weil ihnen niemand auf’s Maul haut“. 

Passend dazu einer von Kinski’s legendären Wutausbrüchen:

Dieser Ausschnitt ist übrigens auch in Werner Herzog „Mein liebster Feind“ zu sehen. Sehr unterhaltsamer Film!

Duell im ewigen Eis

29 Jan

duell_im_ewigen_eisawesomatik auf Buchfühlung
Duell im ewigen Eis – Rainer-K. Langner
Scott und Amundsen oder Die Eroberung des Südpols

1911 treten die Polarforscher Scott und Amundsen unfreiwillig zu einem Wettlauf an, das letzte unerschlossene Stück Erde unseres Planeten zu erobern. Zwei ehrgeizige Forscher, starten zu einem Duell im ewigen Eis, aus dem nur einer lebend herausgehen wird.

Im Zeitalter von Google Earth und Eisbrechern kann man sich kaum vorstellen, dass der Südpol erst vor knapp 100 Jahren erobert wurde. Das letzte große Abenteuer in der Entdeckungsgeschichte unseres Planeten liest sich durch die Gegenüberstellung beider Expeditionen spannend wie ein Thriller.
Beide Forscher haben den unbedingten Willen den Pol als erste zu erobern. Hier enden aber schon die Gemeinsamkeiten. Der Wettkampf zwischen England und Norwegen ist auch ein Kampf um die richtige Expeditionsmethode zweier Persönlichkeiten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf der eine Seite der englische Soldat Scott, der mit Motorschlitten und Ponys anreist, Skier und Hunde zur Fortbewegung ablehnt und Schwierigkeiten mit der Personalführung hat. Auf der anderen Seite ein gut organisierter Amundsen, der auf erfahrene Männer, gute Vorbereitung, leichtes Gepäck, Skier und Schlittenhunde setzt und nicht vor skrupellosen personellen Konsequenzen zurückschreckt, um sein Ziel zu erreichen. So ist jeder Zentimeter  im Eis ein Kampf. Mensch gegen Natur und Mensch gegen Mensch.
Die  ganze Dramatik der Südpoleroberung  wird  für den Leser besonders am Ende durch die Originalauszüge aus den Tagebüchern der Forscher kurz vor ihrem Tod spürbar. Der Schmerz der Niederlage und der bevorstehende Tod der britischen Expeditionsteilnehmer hinterlässt einen bleibenden Eindruck und hallt lange nach dem Zusammenklappen des Buches nach.

Fazit und Bewertung nach dem Klick!

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