Tag Archives: wildnis

Alaska unplugged

23 Apr

Aniak to Dillingham ScreencapUnmotorisiert durch die alaskische Wildnis
Letzten Monat kämpften sich Luc Mehr und sein Jugendfreund Derek Collins auf Schlittschuhen, Schneeschuhen und Skiern 400 km durch die unbarmherzige Wildnis Alaskas.

Von Aniak nach Dillingham. Über Schneefelder, hochalpine Tundra, durch Wälder und über vereiste Flüsse. Respekt!

Solche tollen Abenteuer machen sie auch nicht seit gestern. Auf Luc Mehrs Webseite mit dem schönen Namen thingstolucat.com findet man eine ganze Reihe interessanter Expeditionen.

Und lustig sind sie auch noch. Die beiden hätten sich gewünscht mit ihrem Trip eine Inspiration für ihre Landsmänner zu sein.
Doch die verlassen sich lieber auf ihre Schneemobile und haben über die Wahnsinnsaktion nur den Kopf geschüttelt.

Im Clip bedankt sich Collins deswegen beim Aleknagik Snow Go Club dafür, dass sie die Umwelt geschützt haben, indem sie zu Hause geblieben sind und Benzin gespart haben…

Sehenswerter Stoff!

Aniak to Dillingham Screencap2

(Quelle Alaskadispatch)

Folgt awesomatik auch auf Facebook und Twitter!

Advertisements

Anleitung für gefährliche Tiere

8 Apr

BärFreeze or flee: A survival guide for dangerous animal encounters

Wie oft stand man schon vor einem wilden Nashorn, einer Grizzlymutter oder einem Rudel hungriger Wölfe und dachte sich: Should I stay or should I go now?

Diese Frage kann bei der Begegnung mit so manchem Tier überlebensentscheidend sein. Vorbereitung ist alles.

In dem schön illustrierten Guide Freeze or flee: a survival guide for dangerous animal encounters findet man jede Menge nützliche Infos von der Klapperschlange bis zur Killerbiene.

Ich bin aus der gesamten Liste bisher nur Kojote, Waschbär und Bär (Naja, Babybär) in der Wildnis begegnet. Alles Tiere aus der Gefahrenkategorie 0,5 bis 2,5. Vielleicht ist aber auch schon ein weißer Hai unter meiner Luftmatraze durchgeschwommen oder ein Skorpion aus meinem Schuh gekrabbelt. Man kriegt ja nicht alles mit!

Aber so richtig interessant wird es bei Kategorie 5. Dazu zählen z.B. Nilpferde. 

Hier der gesamte Guide als PDF.

Wolf

Alle Tiere gibt’s nach dem Klick!

Schwimmende Rentiere

6 Feb

Arctic Reindeer Water Crossing BBC One Screencap2Rentiermigration durch arktische Gewässer
Gestern sind auf awesomatik noch die Dickhornschafe umgezogen. Heute sind die Rentiere dran.

Dramatische Videoaufnahmen aus der BBC one Serie Human Planet.  Ein junges norwegisches Mädchen führt eine 3000 Tier starke Herde durch 2,5 Kilometer arktisches Gewässer zu neuem Weideland.

Bester Youtube Kommentar: „Why don’t they just fly over the water?“


Arctic Reindeer Water Crossing BBC One Screencap1(via Goodnature travel)

Folgt awesomatik auch auf Facebook und Twitter!

Showdown am Wasserloch

11 Nov

Warthog stuck between wild dogs and crocodile screencap

Entscheidung in der Savanne
Ein Finale wie im Western. So grausam kann die Natur sein. Ein Warzenschwein hat den Point of no return erreicht. Vor ihm ein Rudel Windhunde, hinter ihm ein Krokodil. Hochspannung!

(via grindtv)

Folgt awesomatik auch auf Facebook und Twitter!

McCandless Tod aufgeklärt?

19 Sep

into-the-wild-PDVD_0301Neue Erkenntnisse im Todesfall von Christopher McCandless
21 Jahre nach dem Tod von Chris „Alexander Supertramp“ McCandless hat Jon Krakauer, der Autor des Buches „Into the wild“, im New Yorker eine neue Theorie für den Tod des Aussteigers aufgestellt.

Krakauer hatte in seinem Buch spekuliert, das der junge Abenteurer an einer Vergiftung von Wildkartoffelsamen verendet sei.
Wissenschaftliche Untersuchungen haben aber ergeben, dass die Samen nicht die vermuteten Alkaloide enthielten.  

Im Internet stieß Krakauer nun kürzlich auf einen Artikel von Ronald Hamilton, der das Neurotoxin Oxalyldiaminopropionsäure (ODAP) in den Wildkartoffelsamen für den Tod McCandless verantwortlich machte. ODAP verursacht beim Menschen Lähmungen. 
Krakauer ließ die Samen erneut untersuchen und fand heraus, dass die ODAP-Konzentration hoch genug sei, um Lathyrismus auszulösen. 

Also doch die Kartoffelsamen! Und was ist jetzt die neue Erkenntnis?

Chris McCandless verhungerte in der Wildnis. Doch nicht aus Arroganz oder Dummheit, wie ihm oft vorgeworfen wurde, sondern aus Unwissenheit. Die Wildkartoffeln machten ihn vermutlich so schwach, dass er nach und nach Lähmungserscheinungen bekam und schon bald nicht mehr laufen konnte.
Seine Kritiker sollten ihm diese Unwissenheit verzeihen. Immerhin hat es über zwei Dekaden gebraucht seinen Tod aufzuklären. 

Und so zieht Jon Krakauer in seinem Artikel folgendes Fazit: Hätte McCandless‘ Buch über essbare Pflanzen vor dem Verzehr vor Hedysarum alpinum gewarnt, wäre er voraussichtlich Ende August 1994 gesund und munter aus der Wildnis herausspaziert. Er wäre heute 45 Jahre alt. 

(via outside)

Cabin in the woods

6 Sep

Alone in the wilderness Screenshot2Alleine in der Wildnis
„Ihr könnt mich alle mal, ich geh nach Alaska und bau mir ne Hütte“, mag sich der ein oder andere zivilisationsmüde unter euch schon gesagt haben.

Aber seien wir mal ehrlich. Die Generation Ikea würde sich doch in der Wildnis spätestens nach einer Woche mit dem Iphone in der Hand zum Sterben hinlegen.

Männer wie Richard „Dick“ Proenneke bringt unsere Gesellschaft gar nicht mehr hervor. Der hat im Frühling 1968 im Alter von 51 Jahren beschlossen, sich eine Hütte in der Wildnis zu bauen und die ganze Sache für Freunde und Verwandte mit der Kamera dokumentiert.
Aus dem Material ist der Dokumentarfilm „Alone in the Wilderness“ entstanden, der mehrfach auf PBS ausgestrahlt wurde. Faszinierende Aufnahmen. Mitreißend erzählt.

30 Jahre lebte Proenneke immer wieder in seinem selbstgebauten Refugium in Twin Lakes (Alaska), bevor er mit 86 Jahren das Zeitliche segnete.
Die Hütte hat er dem National Park Service überlassen. Sie kann noch heute besucht werden. Echte Qualitätsarbeit also.

Alone in the wilderness Screenshot

Ein ehemaliger Kollege hat aus den Tagebüchern Proenneckes das Buch One Man’s Wilderness – An Alaskan Odyssey geschrieben, das quasi als Gegenstück zu Into the Wild von Jon Krakauer zu lesen ist, da sich Proennecke im Gegensatz zu Chris McCandless penibel auf seine Zeit in der Wildnis vorbereitet hat. Das Buch wurde mit dem National Outdoor Book Award ausgezeichnet. 

205712dAmazon Partnerlink
One Man’s Wilderness: An Alaskan Odyssey

A day in Yosemite

9 Jul

A day in Yosemite3Yosemite Nature Notes
Ich hatte schon das Glück ein paar Tage im Camp 4 im Yosemite National Park verbringen zu können. Ein traumhaft schöner Ort. 

Letzten Juni haben sich 30 Filmemacher in das majestätische Tal begeben, um einzufangen, was sich dort so alles innerhalb eines Tages abspielt. Dabei haben sie u.a. Park Rangern, Malern, Köchen, Wanderer und Postbeamten über die Schulter geschaut. 

A day in Yosemite4

Das Resultat ist, wie ich finde, phänomenal und extrem (ent)spannend anzuschauen. Einzig den kurzen Dubstep Part hätten sie sich wirklich sparen können. 

awesomatik Tipp: Wer den legendären Half Dome erklimmen möchte, muss sich im Vorfeld dafür anmelden (deswegen konnte ich das leider nicht machen). Gleiches gilt auch für die Übernachtung am Colorado River (Phantom Ranch) im Grand Canyon National Park. 

A day in Yosemite A day in Yosemite2

Not so happy hippo

13 Mai

1184731_26289545 (c) http://www.sxc.hu/profile/sveresA Bad day at the office
Safari-Führer von Nilpferd verschluckt

Wenn ihr denkt, dass Montag schlimm ist, dann lest mal was Paul Templer über seinen bad day at the office zu berichten hat. 
Der wurde nämlich 1996 von einem Nilpferd verschluckt!

„[…] It was as if I had suddenly gone blind and deaf.

I was aware that my legs were surrounded by water, but my top half was almost dry. I seemed to be trapped in something slimy. There was a terrible, sulphurous smell, like rotten eggs, and a tremendous pressure against my chest. My arms were trapped but I managed to free one hand and felt around – my palm passed through the wiry bristles of the hippo’s snout. It was only then that I realised I was underwater, trapped up to my waist in his mouth.

I wriggled as hard as I could, and in the few seconds for which he opened his jaws, I managed to escape. I swam towards Evans, but the hippo struck again, dragging me back under the surface. I’d never heard of a hippo attacking repeatedly like this, but he clearly wanted me dead […].“

Die vollständige Geschichte kann (und sollte) man auf theguardian nachlesen. 

Die Bullen kommen!

11 Apr

Bison (CC awesomatik.com)Wisente zurück in Deutschland

Update
Wie die Welt soeben berichtet, wurde die erste Herde nun in die Freiheit entlassen! Yippie! Die miesepetrigen Kommentare unter dem Artikel darf man sich gar nicht durchlesen. Ich finde es großartig!

Update

Wer demnächst eine Radtour durch das Rothaargebirge plant, sollte besser keine rote Jacke tragen, denn nach 500 Jahren donnern wieder Wisente durch die deutsche Prärie!

Nach Wölfen, Elchen und Mufflons nun also auch der europäische Bison.

Zumindest werden 8 Tiere (ein Bulle, fünf Kühe und zwei Jungtiere) in den nächsten Tagen auf dem Besitz des Forstunternehmers Richard Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg (Nicht sein vollständiger Name!) in die Freiheit entlassen. Die Herde soll auf 25 Tiere anwachsen.

Der Freisetzung ging ein jahrelanges Ringen um die Genehmigung voraus. Die Wisente sind die schwersten europäischen Landsäugetiere und wiegen schon mal eine Tonne. Da machen sich natürlich einige Angsthasen sorgen um ihre körperliche Unversehrtheit. 

Aber Studien haben bewiesen, dass die nix tun (die wollen nur spielen). Ich pack schon mal meinen Pfeil und Bogen aus. Sicher ist sicher.

Mehr Infos
Wisente im Rothaargebirge
Prospekt download

(Quelle Spon)

The coldest place on earth

23 Jan

Neues BildMit den Reindeer people durch Sibirien
Expedition Extreme Cold

Bevor jemand auf die Idee kommt, sich über die Kälte zu beschweren, möchte ich euch folgende Meldung durchgeben. 

Abenteurer Mikael Strandberg hat sich vorgenommen, mit den in Sibirien einheimischen Eveny, 600 km per Rentierschlitten durch die eiskalte Taiga zu fahren.

Expedition Extreme ColdVom kältesten bewohnten Ort der Erde Oymakon bis zum Ochotskischen Meer (wer kennt es nicht…). Dabei kann das Thermometer schon mal auf -60 Grad absacken. Da bekommen bei der Schlittenfahrt nicht nur die Rentiere eine rote Nase.

Neben der filmischen Dokumentation durch Yegor Makarov (Foto) und Yuri Bereznov (Kamera), interessiert Strandberg vor allem, wie die Einheimischen es geschafft haben, sich an die extremen Wetterverhältnisse anzupassen. Von den Temperaturen mal abgesehen, ist die Tour nicht ganz ungefährlich. Das Rentierfleisch steht auch bei Wölfen und Bären hoch im Kurs.

Ein interessantes Interview zur Expedition gibt’s auf explorersweb. Zur offiziellen Webseite geht’s hier lang

Eine Übungstour bei -50 Grad hat Strandberg schon hinter sich. Absolut beeindruckend, wie die wilden Rentiere gezähmt werden und mit den Schlitten über das Eis rutschen.

Also, ich bin ja mehr der Flip-Flop Typ…

Expedition Extreme Cold

(via explorers web)

Trafficking – Tony H. Latham

8 Jan

Trafficking

awesomatik auf Buchfühlung
Trafficking – A memoir of an undercover Game Warden – Tony H. Latham

Tony Latham verbrachte 22 Jahre seines Lebens damit Wilddiebe zu verfolgen. Mal in und mal ohne Uniform. In Trafficking rekonstruiert er seinen wichtigsten Fall als Undercover Jagdaufseher. 

Zugegeben, die Übersetzung „Jagdaufseher“ für „Game Warden“ klingt auf deutsch nicht gerade „sexy“. Und hierzulande dürfte der Job auch nicht ganz so spannend sein.
Im Wilden Westen dagegen, fährt der Jagdaufseher mit Shotgun und Pickuptruck durch die dichte Wildnis, während sein Hund auf der Ladefläche die Ohren im Wind flattern lässt. Hier gibt es Bären, Elche, Wölfe, Adler, Lachse und anderes Getier. Und wo Wild ist, sind auch Wilddiebe nicht weit.
Die Arbeit eines Jagdaufseher umfasst u.a. die Kontrolle von Jagdlizenzen und Jagdutensilien, die Tötung und Beseitigung von angefahrenen Tieren und die Ermittlung gegen illegalen Wildtierhandel.
Letzteres ist besonders kompliziert. Vor allem, wenn das Jagdgebiet auf indianischem Boden liegt, wie in Trafficking beschrieben. Die Indianer dürfen nämlich für ihren Eigenbedarf das ganze Jahr über jagen. Nur ist der Verkauf an Außenstehende verboten. Dieser illegale Handel lässt sich nur schwer überprüfen,
da er meist hinter verschlossenen Türen stattfindet.

Um einen solchen Wilderer Ring zu sprengen, gehen Tony Latham und sein Partner Mike Best undercover. 

Fazit und Bewertung nach dem Klick!

Brandenburg – Call of the wild

4 Sep

Elchalarm in Brandenburg
Schlechte Nachrichten für Smart-Fahrer und gute Nachrichten für Jäger Tierfreunde: Nach tausend Jahren leben erstmals wieder Elche in Deutschland.

 In den letzten Jahren wandern die Ikea-Maskottchen verstärkt aus Polen nach Brandenburg ein. Im Gegensatz zu anderen Wildtieren können die Vertreter der größten Hirschart der Welt ihre Präsenz nur schwer verheimlichen.

Die vermehrten Elchsichtungen haben dazu geführt, dass sich nun beamtete Naturschützer der Sache annehmen. Im März wurden zwei Jungtiere aus dem Karsruher Zoo im Wildpark Schorfheide ausgesetzt. Im Sommer stand ein echter Freilandversuch an.

In einem europaweit einmaligen Experiment wollen die Naturschützer auf ehemaligen Truppenübungsplätzen der Roten Armee neben Rothirschen, Przewalski-Pferden und Mufflons auch wieder einige Elche ansiedeln.

Rothirsch

Przewalski-Pferde

Mufflons

Von mir aus können sie das ganze Land in einen Nationalpark umbauen und alle möglichen wilden Tiere dort ansiedeln. Das ist bestimmt nicht die schlechteste Idee für die Region.

Alle Infos zum Stand der Dinge gibt’s vom Greenpeace Magazin.

Wölfe gibt es ja nun schon ein Weilchen in der Region. Wen das interessiert, dem empfehle ich diese Seite mit detaillierter Infobroschüre, Wolfsnachweisen und Tierportrait. Lesenswert!

%d Bloggern gefällt das: